Die Lunge – „so wichtig wie die Luft zum Atmen“

Die wichtigste Aufgabe der Lunge wird uns wortwörtlich in die Wiege gelegt – das Atmen. Dabei leistet die Lunge bei jedem Atemzug Schwerstarbeit. Pro Atemzug atmet der Mensch etwa einen halben Liter Luft ein. Tagtäglich werden insgesamt etwa 10.000 Liter Luft in die Lunge gepumpt. Von hier aus wird der Sauerstoff über den Blutkreislauf in den ganzen Körper und alle Organe gepumpt.

Krebs in der Lunge

Pro Jahr sterben etwa 40.000 Menschen alleine in Deutschland an Lungenkrebs. 80 Prozent aller Tumore in der Lunge sind bösartig. Damit ist Lungenkrebs eine vergleichsweise häufig auftretende Krebserkrankung. Pro Jahr erkranken ungefähr 35.000 Männer und 15.000 Frauen an Lungenkrebs – zumeist ab dem 40. Lebensjahr. Der größte Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs ist und bleibt das Rauchen. Schätzungsweise sind bis zu 90 Prozent aller Lungenkrebs-Erkrankungen dem Tabakkonsum geschuldet. Generell können sich die bösartigen Tumore in allen Teilen der Lunge bilden, über die Hälfte allerdings entsteht in den oberen Teilen der Lungenflügel. Beim Lungenkrebs unterscheidet man zwischen dem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom, das mehr als Dreiviertel aller Erkrankungen ausmacht und dem kleinzelligen Karzinom. Dieses breitet sich schnell im Körper aus und ist daher besonders lebensbedrohlich. Auch bei Lungenkrebs ist eine möglichst frühe Diagnose entscheidend für den Behandlungserfolg – denn je früher der Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Unsere Lungenkrebs-Therapien im Überblick:

Mikrowellenablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Mikrowellen
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Mikrowellenablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Mikrowellen

Die Mikrowellenablation ist eine Therapieform, die der Radiofrequenz-Ablation ähnlich ist – beide Behandlungen nutzen Hitze, um bösartige Tumore zu zerstören. Bei der Mikrowellenablation wird die Hitze durch Mikrowellenenergie erzeugt, bei der Radiofrequenz-Ablation durch hochfrequenten Wechselstrom.

Was passiert bei der Mikrowellenablation?

Bei der Mikrowellenablation erzeugen Mikrowellen eine gleichbleibende Hitze, die mit einer Sonde direkt zum Tumor geführt wird. Durch die Hitze, die auf das Gewebe einwirkt, soll der Tumor verkleinert oder bestenfalls komplett zerstört werden.

Wie lange dauert die Behandlung?

Wie lange eine Mikrowellenablation dauert, hängt von der Größe, der Lage und der Anzahl der Tumore in der Lunge ab. Dementsprechend kann die Behandlung zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern. Am Tag nach dem Eingriff erfolgt eine computertomographische Kontrolle, um zu überprüfen, ob die Therapie erfolgreich war.

Was sind die Vorteile einer Mikrowellenablation gegenüber anderen Krebstherapien?

Im Gegensatz zu anderen Krebstherapieformen weist die Mikrowellenablation nur geringe Nebenwirkungen auf und schont so gut wie möglich das umliegende Gewebe. Der Tumor wird durch die Sonde direkt angesteuert. Im mikromed-Zentrum wird die Mikrowellenablation in einer Vollnarkose durchgeführt, sodass sie für den Patienten weitgehend schmerzfrei ist.

In welchen Fällen kann eine Mikrowellenablation durchgeführt werden?

Je kleiner der Tumor und je weniger Tumore sich angesiedelt haben, desto größer sind die Chancen auf Erfolg der Therapie. Wir beraten unsere Patienten gerne individuell zu der für sie besten Therapieform.

Radiofrequenz-Ablation

(Lokale) Tumorzerstörung durch Hitze
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Radiofrequenz-Ablation

(Lokale) Tumorzerstörung durch Hitze

Bei einer Radiofrequenz-Ablation wird das bösartige Tumorgewebe in der Lunge durch Hitze zerstört. Während des Eingriffs wird eine kleine Sonde direkt zum Tumor geführt, um diesen gezielt anzugreifen und das umliegende Gewebe möglichst zu schonen.

Was passiert bei einer Radiofrequenz-Ablation?

Während einer Radiofrequenz-Ablation wird mithilfe von Wechselstrom Hitze erzeugt und damit der Tumor ‚verkocht’. Der Weg der Sonde wird dabei über einen Computertomograph oder per Ultraschall überwacht. Die Kontrolle der Tumorzerstörung erfolgt je nach verwendetem Gerät über eine direkte Temperaturmessung oder eine Bestimmung der Leitfähigkeit des Gewebes (Impedanz) während des Eingriffs. Dies geschieht über die Sonde selbst, zusätzliche Sonden sind nicht erforderlich.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer des Eingriffs richtet sich nach der Größe und der Anzahl der bösartigen Tumore. In der Regel dauert er zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Am Folgetag wird eine computertomographische Kontrolle durchgeführt, um zu kontrollieren, wie viel des Tumorgewebes zerstört werden konnte. Die Dauer des stationären Aufenthaltes liegt in der Regel bei fünf Tagen.

Was sind die Vorteile einer Radiofrequenz-Ablation gegenüber anderen Krebstherapien?

Die Vorteile der Radiofrequenz-Ablation gegenüber anderen Verfahren zur Therapie von Lungentumoren sind die geringen Nebenwirkungen. Der bösartige Tumor wird gezielt angegriffen, ohne dabei gesundes Gewebe unnötig belasten zu müssen. Die Radiofrequenz-Ablation kann auch bei Patienten durchgeführt werden, bei denen eine Operation im Bereich der Lunge nicht in Frage kommt. Im mikromed-Zentrum wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt, was für den Patienten einen schmerzfreien Eingriff bedeutet. Es wird eine vorab eine Antibiotikaprophylaxe verabreicht.

In welchen Fällen kann eine Radiofrequenz-Ablation durchgeführt werden?

Die Radiofrequenz-Ablation wird bei Patienten mit bösartigen Tumoren der Lunge durchgeführt, zum Beispiel wenn diese nicht operabel sind oder eine vorangegangene Operation nicht erfolgreich war. Dabei sind die Heilungschancen höher je weniger Tumore vorliegen und je kleiner diese sind. Grundsätzlich gilt, dass die Tumore möglichst nicht größer als 3 cm sind und nicht mehr als drei Tumore vorhanden sind. Anhand einer Computertomographie wird die Voraussetzung für die technische Durchführbarkeit überprüft. Je nach individueller Patientensituation kann es sinnvoll sein, die Radiofrequenz-Ablation mit anderen Verfahren zu kombinieren und somit die Heilungschancen zu vergrößern.

In welchen Fällen sollte eine Radiofrequenz-Ablation nicht durchgeführt werden?

Lungenfunktionseinschränkungen, insbesondere ein sogenanntes Emphysem, schwere Gerinnungsstörungen oder eine ungünstige Lage des Tumors können eine Radiofrequenz-Ablation unmöglich machen.

Welche Nebenwirkungen kann eine Radiofrequenz-Ablation nach sich ziehen?

Durch den Eingriff kann es zu einem sogenannten Pneumothorax (Lungenkollaps) kommen, der in einem geringen Anteil durch eine Drainage behandelt werden muss. Um diese Komplikation auszuschließen, wird unmittelbar nach dem Eingriff eine Computertomographie sowie zwei bis vier Stunden später eine Röntgenkontrolle der Lunge durchgeführt. Selten kommt es zu Blutungen, die sich als Bluthusten äußern können, aber in aller Regel nicht behandlungsbedürftig sind. Nach dem Eingriff kann es zu einer Rippfellentzündung kommen, die eventuell für einige Tage einer Schmerztherapie bedarf.

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