Die Nieren: Entgifter unseres Körpers

Die Nieren liegen jeweils rechts und links der Wirbelsäule – ungefähr auf Hüfthöhe. Die bohnenförmigen Organe sind 10-12 cm lang und können bis zu 200 g wiegen. In den Nieren wird der Harn (Urin) produziert und auf diesem Wege – durch den Urin – Abfallstoffe aus dem Blut gefiltert. Damit kommt den Nieren unter anderem die wichtige Aufgabe der Entgiftung des Körpers zu. Darüber hinaus regulieren die Nieren den Flüssigkeitshaushalt im Körper und bilden Hormone, mithilfe dessen rote Blutkörperchen entstehen.

Krebs in der Niere

Unter Nierenkrebs werden alle bösartigen Tumore in der Niere zusammengefasst. Die mit 90 Prozent am häufigsten auftretende Form ist das Nierenzellkarzinom (Hypernephrom). Zumeist ist nur eine von beiden Nieren erkrankt. Krebs in der Niere ist eine in Deutschland eher selten auftretende Krebsart. Pro Jahr erkranken ungefähr 16.000 Menschen an Nierenkrebs. Damit macht Krebs in der Niere nur zwei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Wie auch bei Leberkrebs sind Männer häufiger betroffen als Frauen und das durchschnittliche Alter der Patienten liegt bei 70 Jahren. Oftmals wird Nierenkrebs nur zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt, da er in der Anfangsphase keine Symptome verursacht. Je früher die Krebserkrankung jedoch erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

Unsere Nierenkrebs-Therapien im Überblick:

Radiofrequenz-Ablation

(Lokale) Tumorzerstörung durch Hitze
MEHR ERFAHREN
THERAPIEN

Radiofrequenz-Ablation

(Lokale) Tumorzerstörung durch Hitze

Das Ziel der Radiofrequenz-Ablation ist es, das Tumorgewebe in der Niere durch Hitze zu zerstören. Erzeugt wird die Hitze durch Wechselstrom, der über eine Sonde direkt zum Tumor geführt wird, um diesen zielgerichtet zu bekämpfen und gleichzeitig das umliegende Gewebe zu schonen.

Was passiert bei einer Radiofrequenz-Ablation?

Die Radiofrequenz-Ablation (Radioinduzierte Thermoablation) ist im Vergleich zu anderen Therapieformen bei Krebserkrankungen eine schonende Möglichkeit, um bösartige Tumore in der Niere zu bekämpfen. Durch die mithilfe von Wechselstrom erzeugte Hitze steigt die Temperatur im Gewebe an und der Tumor wird „verkocht“.

Wie lange dauert die Behandlung?

Wie lange der Eingriff genau dauert, ist abhängig von der Größe, Anzahl und Lage der Tumore. So kann er zwischen 30 Minuten und zwei Stunden lang dauern. Am Folgetag wird eine Kontrolle mittels Computertomograph durchgeführt, bei der kontrolliert wird, wie erfolgreich der Eingriff war – sprich: Wie viel des Tumorgewebes zerstört werden konnte. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei Tage.

Was sind die Vorteile einer Radiofrequenz-Ablation gegenüber anderen Krebstherapien?

Im Gegensatz zu vielen anderen Krebstherapien treten bei der Radiofrequenz-Ablation nur wenige Nebenwirkungen auf. Im mikromed-Zentrum wird der Eingriff in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, sodass er für den Patienten möglichst schmerzfrei erfolgt.

In welchen Fällen kann eine Radiofrequenz-Ablation durchgeführt werden?

Eine Radiofrequenz-Ablation wird zumeist bei Patienten durchgeführt, deren bösartiger Tumor nicht operabel ist. Dies betrifft insbesondere Patienten mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion. Die Erfolgsquote ist abhängig von der Größe und Lage der Tumore. Anhand einer Computertomographie wird die Voraussetzung für die technische Durchführbarkeit geprüft. Zum Teil wird die Radiofrequenz-Ablation mit anderen Therapien kombiniert, um die Erfolgschancen zu verbessern.

In welchen Fällen kann eine Radiofrequenz-Ablation nicht durchgeführt werden?

Schwere Gerinnungsstörungen oder eine ungünstige Lage des Tumors können eine Radiofrequenz-Ablation unmöglich machen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Durch den Eingriff kann es zu einer lokalen Blutung im Bereich der Nieren und der Nierenkapsel kommen (Hämatom). Um diese Komplikation auszuschließen, wird nach dem Eingriff eine Blutbildkontrolle, sowie am Folgetag eine Computertomographie durchgeführt. Selten kommt es zu Blutungen, die sich als so genannte Hämaturie (Blut im Urin) zeigen können und mittels eines Spülkatheters behandelt werden müssen. Ebenfalls selten sind durch den Eingriff bedingte narbige Verengungen im Bereich der Harnleiter, die unter Umständen einer urologischen Behandlung bedürfen. Ferner können die Nervengeflechte im Bereich der Lendenwirbelsäule durch die Maßnahme irritiert werden und es können hierdurch schmerzhafte Missempfindungen auftreten, die aber nur vorübergehend sind.

Mikrowellenablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Mikrowellen
MEHR ERFAHREN
THERAPIEN

Mikrowellenablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Mikrowellen

Die Mikrowellenablation ist der Radiofrequenz-Ablation ähnlich – beide Therapieformen nutzen Hitze, um den bösartigen Tumor zu zerstören. Bei der Mikrowellenablation wird die Hitze durch Mikrowellenenergie erzeugt, bei der Radiofrequenz-Ablation durch hochfrequenten Wechselstrom.

Was passiert bei einer Mikrowellenablation?

Bei der Mikrowellenablation erzeugen Mikrowellen eine gleichbleibende Hitze, die mithilfe einer Sonde direkt zum Tumor geleitet wird. Durch den starken Temperaturanstieg im Gewebe soll der Tumor verkleinert oder bestenfalls komplett zerstört werden.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer der Behandlung hängt von der Größe, der Lage und der Anzahl der Tumore in der Niere ab. So kann die Behandlung zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern. Am Tag nach dem Eingriff erfolgt eine computertomographische Kontrolle, um zu überprüfen, wie viel des bösartigen Gewebes zerstört werden konnte.

Was sind die Vorteile einer Mikrowellenablation gegenüber anderen Krebstherapien?

Die Vorteile der Mikrowellenablation sind die geringen Nebenwirkungen und die Schonung des umliegenden Gewebes. Der Tumor kann direkt angesteuert werden, sodass benachbarte Körperpartien so weit wie möglich geschont werden. Im mikromed-Zentrum wird die Mikrowellenablation in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, sodass sie für den Patienten weitgehend schmerzfrei ist.

In welchen Fällen kann eine Mikrowellenablation durchgeführt werden?

Je kleiner der Tumor und je weniger Tumore sich in der Niere angesiedelt haben, desto größer sind die Chancen auf Erfolg der Therapie. Wir beraten unsere Patienten gerne individuell zu der für sie besten Therapieform.

Kryoablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Kälte
MEHR ERFAHREN
THERAPIEN

Kryoablation

Gezielte Behandlung des Tumors durch Kälte

Bei der Kryoablation handelt es sich um ein örtliches Therapieverfahren zur Behandlung bösartiger Tumore der Niere. Dabei werden diese Tumore durch Kälte zerstört.

Was passiert bei einer Kryoablation?

Bei der Kryoablation, bei der der Tumor durch Kälte zerstört wird, wird Kälte durch mindestens zwei Sonden erzeugt, die unter computertomograpischer Kontrolle in den Tumor eingebracht werden. Durch Kühlung der Sonden auf -20° C wird ein so genannter Iceball erzeugt, der durch den starken Temperaturabfall zur Zerstörung des Tumors führt. Die Kontrolle der Tumorzerstörung erfolgt über die direkte Visualisierung mittels Computertomographie.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer der Behandlung beträgt, je nach Größe und Anzahl der Tumore, zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Am Tag nach der Maßnahme erfolgt eine computertomographische Kontrolle. Die Dauer des stationären Aufenthaltes liegt in der Regel bei drei bis fünf Tagen.

Was sind die Vorteile einer Kryoablation gegenüber anderen Krebstherapien?

Die Vorteile der Kryoablation gegenüber anderen Verfahren zur Therapie von Nierentumoren sind die geringe Nebenwirkungs- und Komplikationsraten. Sie kann auch bei Patienten durchgeführt werden, bei denen eine Operation im Bereich der Niere nicht in Betracht kommt. Wir führen diesen Eingriff in einer kurzen Vollnarkose durch, daher ist dieses Verfahren für den Patienten schmerzfrei. Vorab wird eine Antibiotikaprophylaxe verabreicht.

In welchen Fällen kann eine Kryoablation durchgeführt werden?

Die Kryoablation kann bei Patienten mit bösartigen Tumoren der Niere angewandt werden, die aufgrund der Begleiterkrankungen nicht operabel sind. Dies betrifft insbesondere Patienten mit bereits vorab eingeschränkter Nierenfunktion. Anhand einer aktuellen Computertomographie wird die Voraussetzung für die technische Durchführbarkeit überprüft.

Wann kann eine Kryoablation nicht durchgeführt werden?

Schwere Gerinnungsstörungen oder eine ungünstige Lage des Tumors können eine Kryoablation unmöglich machen.

Welche Nebenwirkungen können bei einer Kryoablation auftreten?

Durch den Eingriff kann es zu einer lokalen Blutung im Bereich der Nieren und der Nierenkapsel kommen (Hämatom). Daher wird nach dem Eingriff eine Blutbildkontrolle sowie am Folgetag eine Computertomographie durchgeführt, um diese Komplikation auszuschließen. Selten kommt es zu Blutungen, die sich als sogenannte Hämaturie (Blut im Urin) zeigen können und mittels eines Spülkatheters behandelt werden müssen. Ebenfalls selten sind durch den Eingriff bedingte narbige Verengungen im Bereich der Harnleiter, die unter Umständen eine urologische Behandlung nach sich ziehen.

Treten Sie gerne auch per E-Mail mit uns in Kontakt. Wir melden uns bei Ihnen zurück.

E-MAIL SENDEN
mikromed

Zentrum für mikro-invasive Tumortherapien
Für Terminanfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich an:

+49 201 174-24601

T+49 201 174-24601

Einfo@mikromed.org